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Rückblick 2015

Warum ein Rückblick?

Manchmal ist sehr schön, zurückzublicken, manchmal nicht.

Ich als Yoga Lehrerin lehre die Achtsamkeit und sage immer:

“Sei im Hier und Jetzt”.

Trotzdem ein Blick zurück, denn es ist eben auch spannend zu schauen, was man alles geschafft hat, im Positiven als auch Negativen.

Anfang des Jahres hatte ich viele neue Ideen, vor allem die Idee, Yoga Online weiterzugeben. Ich hatte ein tolles Marketing Seminar mit Karin Wess gemacht und war voller Energie. Aber es kam alles anders. Ende Januar musste ich mich einer unglaublich schmerzhaften OP unterziehen. Bzw. die OP war gar nicht so schlimm, aber die Wochen danach. Von Ende Januar bis Mitte April konnte ich mich kaum rühren. An Yoga war kaum zu denken. Naja, gedanklich eben schon. Im März und April habe ich dann viel mit Meditation und Affirmationen gearbeitet. Auch unterrichtet. Das war für mich zwar nicht neu, aber das es der Hauptfokus wurde, das war neu.

Im Mai konnte ich dann endlich wieder so richtig durchstarten und ich hatte gemeinsam mit Shoshan die wundervolle Herzwoche in Krinitz ausgerichtet. Es war eine unglaublich erfüllende Zeit. Viel Tränen flossen bei den TeilnehmerInnen als auch bei mir. NUR WUNDERVOLL <3

Am darauffolgenden Dienstag bekam ich schlimme Schmerzen und brach beim Arzt mit Gallenkoliken zusammen. Krankenhaus und eine schlimme Zufallsdiagnose kamen auf mich zu. Erst hieß es Krebs, dann 10 Tage später wurde die Diagnose korrigiert. Ich erhielt die Diagnose Sarkoidose in Leber, Milz und später stellte man es noch in der Lunge fest. Nicht nur das das ganze hin und her der Diagnose mich total fertig gemacht hatte, auch die OP (2. in diesem Jahr) und all die Schmerzmittel haben mich an den Rand des Möglichen gebracht. Ich war sehr traurig. Eine liebe Freundin von mir hat diese seltene Krankheit auch und so wusste ich in etwa, was auf mich zukommt. Nachdem ich Mitte Juni dann aus dem Krankenhaus kam, wollte ich nur möglichst schnell wieder aufs Land nach Krinitz. Ich musste noch einige Untersuchungen über mich ergehen lassen und dann sind wir weg. Ich hatte nur noch sehr wenig bis gar keine Kraft. Wie konnte das möglich sein? Mitte Mai war alles so genial und dann das? Ich verstand es einfach nicht.

Die Natur, mein Krinitz wie ich immer so schön sage, hatte mich aufgefangen, Kraft gegeben und Stück für Stück fing ich an, Hoffnung und Kraft zu schöpfen.

Ich fand in Hamburg eine gute Ärztin, die sich mit dieser Krankheit auskennt und ziemlich schnell war der Therapieplan klar: Hochdosiert Kortison.

Ich habe mich darauf eingelassen. Viele haben mich gewarnt vor dem Kortison. Aber von meiner Freundin wusste ich, ich hatte keine andere Chance. Sie hatte ihre Lunge verloren, transplantiert worden, sie hatte Glück und führt nach langem harten Kampf wieder ein tolles Leben. Also habe ich der Ärztin vertraut und mich darauf eingelassen.

Die ersten Wochen waren der Wahnsinn. Die Nebenwirkungen waren schlimm. Ich, die so gesund lebe, hatte nun eine große Packung Tabletten vor mir. Mein Blutdruck spielte verrückt und naja, ich will nicht alles aufzählen. Schön war es jedenfalls nicht.

In dieser Zeit habe ich sehr viel meditiert, still für mich, alles achtsam gemacht (ging teils auch gar nicht anders 🙂 Aber ich hatte auch plötzlich Wutausbrüche, so schlimm, dass ich mich selbst kaum wieder erkannte (mein armer Mann….bester Mann der Welt, was er alles ertragen hat…).

Ich habe mir Affirmationen angehört und sehr oft Vergebungsmeditationen gemacht. Ich weiß, dass das, was ich habe mit Ärger, Wut und Zorn zu tun hat. Also habe ich daran gearbeitet.

Louise Hay hat so ihren Krebs vor vielen Jahren besiegt. Sie hatte es geschafft. ICH WILL AUCH WIEDER GESUND WERDEN.

Ich bin Regelmäßig zu den Blutuntersuchungen gegangen und die Werte wurden Stück für Stück oder Wochen für Wochen besser. Die Ärztin ist begeistert, sie hatte so einen Fall so noch nicht gehabt. Drei Organe mit extrem schlechten Werten und nach 4 Wochen Kortison schon so einen positiven Verlauf. Ich erzählte ihr auch von meiner Lebensweise, vom Meditieren, Affirmationen usw.

Mittlerweile hatte ich sehr kurzfristig entschlossen (Ende Juli/Anfang August), aufs Land zu ziehen. Hamburg stresst mich so. Warum kann ich gar nicht genau sagen, aber mit meinem Gesundheitszustand war es mir noch mal wichtiger, nur noch in der Natur zu sein. Kaum war dieser Schritt umgesetzt, ging es weiter bergauf. Wie ein kleines Wunder. Es ging mir immer besser. Ich war fast nur draußen an der frischen Luft, habe mir/uns leckeres gesundes Essen zubereitet und es mir gut gehen lassen. Anfang Sept. sollte wieder ein Workshop stattfinden. Ich war nicht fit genug dafür, aber ich habe unglaubliche Freunde. Sie alle haben mich unterstützt und so konnte das Wochenende stattfinden. Und wir alle hatten eine wundervolle Zeit. Anders als im Mai, aber ebenso wundervoll. Das hatte mich sehr erfüllt und mir Mut und Kraft gegeben. Danke Euch allen, die dabei waren. Nicht nur für Euch war das Wochenende besonders, sondern eben auch für mich. DANKE.

Dadurch, dass ich so viele Wochen “Ausser Gefecht” war, konnte ich mich um meinen Online Auftritt und um das Online Marketing gut kümmern.

Dann kam etwas so gar nicht Geplantes: Über Facebook erfuhr ich von 3 Hängebauchscheinen, die dringend ein neues Zuhause brauchten. Auch von 2 Ziegen, das war aber eine andere Geschichte. Es war irgendwie komisch, aber mein Mann und ich haben darüber gesprochen und es war ziemlich schnell klar: Wir nehmen die Tiere. Obwohl ich nicht fit und mein Mann mit der Arbeit am pendeln, haben wir es einfach gemacht. Und auch dies stellte sich als beste Entscheidung dar. Die Tiere sind der Hammer und geben uns ganz viel zurück. Vertrauen, Liebe, Spass. Sicher es macht auch Arbeit, aber die Freude überwiegt bei weitem. Nun würde jemand, der das liest vielleicht denken: Warum macht sie das, kaum wieder auf den Beinen und dann so eine Verantwortung? Ja genau deswegen. Ich lebe jetzt. Ich will alles jetzt machen. Ich verschiebe nicht mehr auf Morgen, denn wer weiß, was da passiert. Ich lebe JETZT. Ich genieße JETZT. Das ist wirklich etwas, das ich in den letzten Monaten gelernt habe.

Meine Blutwerte sind jetzt normal und nun nehme ich nur noch ein 1/5 der Kortison Dosis, mit welcher ich anfing und ich bin überglücklich. Langsam lassen die schlimmen Nebenwirkungen nach und ich fange langsam an, mich wieder wie mich selbst zu fühlen. Bis auf, dass ich sehr zugenommen habe, aber das ist leider eines der Nebenwirkungen, die sich nicht bis kaum vermeiden lassen.

Mein 21 Tage Yoga und Kaizen Workshop lief fantastisch. 85 Menschen aus 4 verschiedenen Ländern hatten da mitgemacht. Ich habe ein tolles Feedback erhalten und ich hoffe von Herzen, dass viele davon mit Yoga weitermachen.

Jetzt kommen am Wochenende des 18.12. wieder meine lieben Yogis zum gemeinsamen Meditieren und Entspannen. Wir haben es noch nie im Winter hier in Krinitz gemacht. Das wird mal eine ganz neue Erfahrung. Freude!

Dann wird es Weihnachten und dann ist schon 2016 da. Und da mache ich etwas GANZ NEUES: Ein Workshop Wochenende Online. Das heißt, es wird so ähnlich sein, wie die Wochenenden hier immer in Krinitz seit nunmehr 5 Jahren laufen. Ich habe es GOLDEN BLISS Start 2016 getauft. Das ist der Start ins 2016. Ich wünsche mir 3 solche Online Wochenenden im nächsten Jahr. Aber geplant habe ich ja ebenso andere schöne Workshops, die hier vor Ort sein werden.

Golden Glückseligkeit, denn das ist es, was ich gerade fühle.

ICH BIN SO DANKBAR FÜR ALLES WAS WAR,

WAS IST UND

WAS KOMMEN WIRD.

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