Allgemein
Schreibe einen Kommentar

Was mich inspiriert, wenn das Leben gerade anders ist, als ich es mir wünsche

Was hat mich inspiriert, als ich letztes Jahr die Diagnose einer schlimmen Krankheit bekam?

Erstmal kam die Stille, die Sprachlosigkeit.

Mein Mann und ich waren so geschockt, wir haben die Welt nicht mehr verstanden. Wir waren kaum im Stande irgendwas Produktives zu machen. Außer das allernötigste, wie Einkaufen, mit den Hunden rausgehen, Duschen, Essen etc.

Wir brauchten ein paar Tage, um überhaupt wieder klar zu sehen und zu denken.

Dann kam die Aktion.

Ich beschloss, aufs Land fest umzuziehen. Wir haben einen Resthof in Mecklenburg-Vorpommern, den wir nur im Sommer an Wochenenden und in den Ferien sonst besuchten und nun wollte ich dort ganz hin. Mir war alles egal. Ich wollte einfach nur in die Natur, in die Stille, in den frischen Geruch von unserer Wiese und den Wäldern Drumherum. Ich war relativ egoistisch. Ich wusste auch nicht so genau, wie es gehen sollte, denn ich musste regelmäßig zu Ärzten nach Hamburg fahren. Aber es war egal. Alles war besser, als in der Stadt zu bleiben, sowieso nicht arbeiten zu können und immer nur auf irgendwelche Arztergebnisse zu warten. Innerhalb von 2 Wochen zogen mein Mann und ich mit dem Nötigsten um. Er arbeitete weiter in Hamburg. Pendelte dafür. Die Wohnung haben wir, immer wenn sie leer stand, mit Airbnb untervermietet. Es klappte sofort und somit riss uns die ganz Aktion auch kein großes Loch in die Kasse.

Aber ich hatte gerade da alles in Hamburg aufgegeben, wo meine Selbstständigkeit endlich Früchte trug. All die lieben Kunden aufgegeben, die mir soviel bedeuteten. Mein Sohn, der gerade erst seine Wohnung bezog. Wie würde er damit umgehen?

Aber es nützte nix. Es musste sein.

Ich musste an mich denken.

Es fiel mir so schwer einerseits, andererseits wusste ich tief in meinem Inneren,

das war der richtige Weg.

Möge er auch noch so steinig sein. Und so war es. Ich dachte über Nutztierhaltung nach und kaum hatte ich den Gedanken einigermaßen laut gedacht, hatten wir drei Hängebauchschweine und zwei Ziegen. Mit den Ziegen und unseren Hunden unternahm ich die ersten kurzen Spaziergänge. Mir ging es langsam etwas besser. Die Medikamente trieben mich manchmal fast in den Wahnsinn, aber die Tiere haben mich geheilt. Ja, das Schmusen und kuscheln, das Grunzen, das Mähen, das Stall ausmisten, all das hat mich Stück für Stück geheilt. Und vor allem die bedingungslose Liebe meines Mannes. Er hat alles getragen, mein Ausflippen, wenn es mir mal so richtig scheiße ging, er hat es ge- und ertragen. Er hat mir Kakao gekocht, wenn es gar nicht mehr ging, leckeres Essen, die Bude aufgeräumt und mich zum Arbeiten motiviert. Ja, die Arbeit, die hat mich auch motiviert. Ich habe eine Woche im Oktober in einem Yoga Studio Urlaubsvertretung gemacht. Mit aufgeschwemmten Körper vom Kortison, das Gegenteil einer gesundaussehenden Yogalehrerin. Aber die TeilnehmerInnen waren begeistert. Ich habe nichts vorgemacht, konnte ich auch gar nicht, aber es floss,

ich war im FLOW,

wie man so schön Neudeutsch sagt. Auch wenn ich körperlich total eingeschränkt war, so war ich doch geistig voll da. Ich gab alles. All meine Liebe zu meinem Job als Yogalehrerin. Ich schleppte mein Harmonium die zwei Etagen hoch (das war in meinem Zustand eine Höchstleistung), weil es mich und die Teilnehmerinnen glücklich machte, Mantras zu spielen und zu singen.

Langsam aber sicher

heilte mich eben auch die Arbeit.

Ich liebe meine Arbeit,

ich betrachte sie nicht als Arbeit sondern Erfüllung. Das war viele Jahre sicher nicht so.

Die Erfüllung in der Arbeit zu finden, das sollte unser aller Ziel sein. Manchmal ist es vielleicht nicht gleich möglich, aber es sollte unser aller langfristiges Ziel sein, denn alles andere macht auf Dauer krank.

„Welche Inspiration nutzen Sie, wenn Sie in einer solchen Lage sind?“ fragt Petra von Schenck in Ihrer Blogparaden Aufforderung.

Also, was inspiriert mich, wenn das Leben gerade nicht so läuft, wie es sollte?

Natur, Stile, Entspannung

in Form von vielen Möglichkeiten, wie Achtsamkeit, Spaziergänge im Wald besonders heilend und entspannend, Leseempfehlung:

Der Biophilia Effekt – Heilung aus dem Wald – von Clemens G. Arvay.

Auch Malen ist eine meiner liebgewonnen Möglichkeiten, einfach mal nicht an die Arbeit oder Sonstiges denken. Malen ohne jegliches Ziel. Das geht sehr gut mit Aquarell oder Wasserfarben. Ich empfehle einen einfachen Tuschkasten, aber gutes Aquarellpapier. Das verzeiht viel. Besser als einfaches Papier. Ich habe vor einigen Jahren

Carla Sohnheim – Online Art Classes

http://carlasonheim.com/ kennen gelernt. Eins ihrer Bücher ist mir in dem Kunstatelier in Hamburg, wo ich früher war, in die Hände gefallen. Ich habe online nach Ihr recherchiert und war total begeistert von ihren Online Kursen. Sehr empfehlenswert.

Jetzt gerade habe ich wieder durch einen „Zufall“

Clarissa Hagenmeier

www.clarissa-hagenmeyer.de online gefunden. Sie bietet einen kostenlosen kurzen Onlinekurs an und der hat mich wieder total inspiriert.

Das Schöne am Malen ist, dass der Kopf dabei total abschaltet. Und dabei kommt es nicht darauf an, ob du malen kannst oder nicht, sondern dass du ins TUN kommst.

Dieses ins

TUN kommen

ist genau das, was ich allen meinen Kundinnen immer wieder versuche zu vermitteln. Wichtig ist, dass du ins TUN kommst. Es ist nicht wichtig wieviel und wie lange, sondern, dass du einfach mal startest und anfängst. Weniger ist mehr. Dazu habe ich mal vor einigen Jahren das Buch

Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern: KAIZEN für die persönliche Entwicklung

von Robert Maurer von einer lieben Freundin empfohlen bekommen. Ein schönes kleines Buch, was in ein paar Seiten mir erklärte, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben. Ein MUST HAVE Buch für jeden, der sein Leben verändern möchte und das bitte auf Dauerhaft und nicht nur für den Moment.

Und ich muss wohl kaum schreiben, dass mir natürlich auch die Meditation und die Tiefenentspannungen geholfen haben, zu entspannen. Ganz besonders Yoga Nidra. Kennengelernt vor einigen Jahren als CD, als ich in der Burnout-Klinik gelandet bin.

Yoga Nidra nach Swami Satyananda Saraswati.

Letztes Jahr kam ich in den Genuss, die Übersetzerin und direkte Schülerin Swami Prakashananda (mit über 80 Jahren) in Ratzeburg bei der letzten Yoga Nidra Ausbildung kennenzulernen. Also, da durfte ich noch mal tief in die Philosophie des Yogas eintauchen und lernte, dass jedes einzelne Wort dieser CD Wochen, wahrscheinlich monatelang überdacht wurde. Ein wundervolles Geschenk und sehr empfehlenswert für alle, die es mal brauchen, von jemanden in die Tiefenentspannung geleitet zu werden. Wer Interesse hat, kann von mir gern den Zugang zu einem von mir aufgesprochenen Audio erhalten.

Auch das Schreiben tut mir persönlich sehr gut.

Miracle Morning: Die Stunde, die alles verändert

von Hal Elrod hat mich Ende letzten Jahres zum Morgenseiten schreiben inspiriert. Mittlerweile mache ich das sowohl privat als auch beruflich, dass ich die Morgenstunden zum Schreiben nutze. Alles, was Kreativität angeht, mache ich meistens morgens. Da fließt es am besten, alles ist noch still im Haus (naja, hier ist es immer still, grins).

Vor einigen Jahren habe ich zu dem Thema auch das Buch

Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

von Julia Cameron gelesen. Ein super Buch, immer noch hochaktuell, obwohl es in den 70er oder 80er Jahren geschrieben wurde. Das kann ich jeden ans Herz legen, der gern mit dem Schreiben oder sonstiger künstlerischen Arbeit beginnen möchte. Und wichtig ist, du musst kein Künstler sein, denn

jeder ist ein Künstler auf seine Art und Weise.

Bewerte nie und erst recht nicht dich selbst!

Danke Petra von Schenck, die mich zu diesem Artikel inspiriert hat:

http://startbusiness.petravonschenckconsulting.com/inspiration-wenn-das-leben-gerade-anders-ist-als-ich-mir-wuensche/

Du kannst mehr über mich erfahren auf meiner Webseite www.sabine-strutzke.de und wenn du Interesse an meinem E-Book über Ayurveda und auch Yoga hast, dann kannst du es kostenlos auf meiner Webseite runterladen.

Unter diesem Artikel habe ich einen Slider mit den verschiedenen von mir beschriebenen Eindrücken auch noch mal als Diashow eingefügt. Wenn du auf den Slider mit der Maus gehst, dann läuft er in deinem Tempo. Viel Freude beim Ansehen.

Darunter befindet sich mein Kommentarfeld. Ich würde mich über einen Kommentar von dir sehr freuen.

Schreibe einen Kommentar