7. + 8. Juni: Ventimiglia

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Da wir schon um 20 Uhr gestern schlafen gingen, waren wir heute um 6 Uhr schon wach. Wir haben gemütlich gefrühstückt und sind um 9.30 Uhr losgefahren. Wir sind noch einen kleinen Umweg gefahren, um die Gegend bei der Stadt Rocca Grimalda uns anzusehen. Aber das war nix und somit wieder eine Gegend, die wir ausschließen konnten. Mittags sind wir in der kleinen Stadt SAN LORENZO AL MARE direkt am Meer in einem schönen kleinen Restaurant namens Ristorante Antica Piazzetta, spezialisiert auf Muscheln, wobei das für uns nix ist, aber wir haben dort trotzdem lecker gegessen. Danach sind wir dann am Meer entlang bis Ventimiglia gefahren. Im ersten Moment war ich ein wenig entsetzt. Aber das lag daran, dass wir eine nicht so schöne Seite von Ventimiglia gesehen hatten. Dann fuhren wir weiter Richtung der Altstadt von Ventimiglia und dort wurden wir mit einer unglaublichen Schönheit überrascht.

Beide hatten wir sofort gesagt, dass wir das traumhaft finden. Und natürlich der Blick auf das Meer.

Wir fuhren immer weiter bis ich einen Weg gefunden hatte, wo ein Hotel auf einem Wegweiser stand dem wir folgten. Denn wir brauchten ja noch eine Unterkunft für die Nacht. Wir fuhren und fuhren und der Weg wurde immer schmaler und steiler. Es passte nur noch ein Auto. Und es kamen uns welche entgegen und dann musste geklärt werden, wer rückwärts und wer vorwärts. Herrlich. Oben angekommen wurden wir mit einen unglaublichen Blick über die ganze Ventimiglia Bucht verwöhnt und Heini fand gleich eine alte Schäferhunddame, die direkt am Eingang lag und war glücklich. Das Hotel heißt la Riserva di Castel D’Appio ist sehr alt, aber super liebevoll geführt. Wir waren happy. Allerdings: Ich hatte unsere Badesachen am Lago Maggiore vergessen und so konnten wir noch nicht mal in den Genuss des Hotelpools kommen. Grrrr.

Tetje wollte noch mal runter in die Altstadt und so sind wir wieder runter, brumm brumm hup hup, denn das Hupen ist wichtig, wenn man in der Kurve auf der schmalen Straße fährt.

Das Tor zur Altstadt oberhalb der Altstadt hat uns sehr an das Jaffa Tor in Jerusalem erinnert. Dort am Platz sind wir dann lecker essen gegangen.

Nächsten Tag hatten wir um 9.30 Uhr einen Termin mit der Maklerin in Dolceaqua ein Ort oberhalb von Ventimiglia. Kurz vorher flog mir während ich das Auto fuhr ein Biene ins Kleid und stach mich in den Oberarm. Das war echt ein Erlebnis, ich schnell in die Apotheke, denn es tat höllisch weh und mir eine Creme besorgt (auch diese lag am Lago Maggiore im anderen Gepäck, wir wollten mit wenig unterwegs sein ha ha). Danach völlig erledigt starteten wir die erste Besichtigung in Apricale. Nicht weit aber das Haus war nur über einen sogenannten Eselsfahrt erreichbar und das ca 3-5 km lang. Sprich eine noch schlimmere Straße als die tagszuvor zum Hotel. Dort angekommen war uns schon der Weg zum Haus zuviel und klar, dass es das nicht sein wird. Und auch das Haus war nix. Wir weiter zum nächsten nach Balloi querfeldein über die Berge. Die Maklerin hatte einen nagelneuen Mini, tat mir ein wenig leid, denn das neue Auto wurde hard rangenommen. In Balloi angekommen entsprach unser Favoritenhaus zwar den Bildern aus dem Netz, aber die Zuwegung und auch eine Wand des Hauses waren überhaupt nicht in Ordnung. So nahmen wir schweren Herzens von dem Objekt, welches wir seit Wochen verliebt im Netz angestarrt hatten Abschied. Wir waren enttäuscht, denn das Haus war auch nur 10 Minuten von Ventimiglia entfernt und zwar von der Altstadt und dem Strand. Nun denn. Es geht weiter. Wir fuhren entlang der Küste und machten halt an einer Strandbar/Restaurant in Bordighera. Dort haben uns ersteinmal ein wenig erholt und den tollen Blick aufs Meer genossen.

Abends um 19 Uhr am Lago wieder angekommen, sind wir erstmal in unser Lieblingslokal und haben uns einen Drink gegönnt und über die Situation diskutiert. Giovanna kam ebenso dazu und wir haben gesagt, dass wir durch ganz Italien reisen sollten, um alles kennenzulernen. Uns einen Eindruck über das gesamte Land zu verschaffen.

Wir hatten dann beschlossen, dass wir das ab Herbst machen würden, denn dann sind wir komplett aus Dömitz weggezogen.

Nächste Woche wollen wir Richtung Ancona fahren und uns dort Häuser anschauen und vielleicht wenn sie da ist, eine Freundin besuchen. Die nächsten Tage werden wir ein wenig hier am Lago entspannen und uns Anzeigen im Netz wieder ansehen.