Arola – ein neues zu Hause?

Date

Arola - ein neues zu Hause?

Sicherlich hast du dich schon gefragt, was unsere Haussuche denn so macht? 

Also: wir haben ca. 25 Objekte angeschrieben und 5 Antworten überhaupt mal erhalten bzw. Eine Kommunikation aufbauen können. Wir haben 3 Objekte besichtigt, davon 2 mit einer Maklerin in Ventimiglia, welche Deutsche ist und seit vielen Jahren hier lebt. Wir haben ca. 15 Mietwohnungen angeschrieben, von welchen ungefähr 5 Antworten bisher kamen. Wir werden uns Freitag eine Mietwohnung ansehen, hier in der Nähe von Feriolo am Lago Maggiore, wo wir gerade wohnen. Gleich werden wir uns ein Haus am Orta See ansehen. Insgesamt nach 3 Wochen finden wir es zu wenig. Wir haben ein Haus, welches wir immer noch gut finden in Ventimiglia, an welchem aber zu viel gemacht werden muss für den Preis, den sie haben wollen. Und es ist gerade im Verkauf, das heißt, dass es so gut wie weg ist. Alles in einem sind wir ein wenig frustriert. Aber: Wir haben ganz viel gelernt. Vor allem, dass wir geduldiger werden müssen, wenn wir hier in Italien leben. Alles dauert länger. Letztendlich ist es ja genau die Lebensweise, die wir uns wünschen. Aber bei uns drängt natürlich ein wenig die Zeit, denn rein theoretisch sind wir ab 1.9. obdachlos. Haha. Nun gut. Wir haben uns die Gegend in Marken angesehen, wir haben uns die Toskana genauer angesehen, Ventimiglia, die Küste davon, die Berge und natürlich sind wir rund um dem Lago Maggiore am rumdüsen. Und wir haben einen zauberhaften Ort namens Quarna Sotto und Quarna Sopra am Lago d’Orta gefunden. Er liegt 800m über dem Meeresspiegel und hat es im Winter nicht so warm, wie wir es eigentlich haben wollen, aber der Ort ist einfach der Hammer. Wir waren wirklich wie verzaubert. Und was habe ich im Netz gerade gelesen: Es gibt ein großes Meditationzentrum auch in diesem kleinen wundervollen Ort. Wenn das kein Zeichen ist. Es gibt dort ganz viele Häuser zum Verkauf. Nun muss aber leider auch ein wenig die Vernunft her. Es ist ein Ort, der sehr steil ist, die Straßen winzig klein und man relativ gut zu Fuss sein muss. Ist das was, wenn man eine Bleibe für 50++ sucht? Hört sich doof an, aber was weiß ich, wie gut ich mit 60 zu Fuss bin oder mit 70? Werde ich fitter oder eher das Gegenteil? Ich weiß es nicht. Niemand weiß es. Aber es hat uns schon sehr gut da oben gefallen. Auch wenn es zum Trotz all dessen ist, was wir eigentlich wollten: Wärme – sehr lustig. Giovanna, unsere Freundin hier vor Ort, ohne die hier einiges ganz anders für uns wäre, sagt, dass wir uns auch noch mal ganz südlich von Italien umsehen sollten. Tetje sagte gleich: Gut im Winter Süditalien im Sommer Quarna Sotto. Ob unser Geldbeutel dafür reicht, ist noch mal eine ganz andere Frage. Das Haus, welches wir uns gleich ansehen werden, liegt nicht in Quarna, aber in der Nähe, auch am Orta See. Es bleibt spannend. Ich schreibe nach der Besichtigung einfach weiter…

Ich schreibe nun heute, zwei Tage später weiter. Die Besichtigung war der Hammer, das Haus ein Traum in einem süßen Dorf namens Arola. Das Haus ist klein und hat einen kleinen sehr süßen Garten. Für meinen Mann eigentlich ein wenig zu klein. Aber es ist zauberhaft und der Blick unbezahlbar. Nun denn, völlig verdreht, aufgedreht, weil wir eigentlich schon gar nicht mehr daran glaubten, etwas zu finden, sind wir mit der Maklerin ins Büro gefahren. Dort wurden wir vom „Oberindianer“ über den Ablauf eines Hauskaufes in Italien sehr professionell aufgeklärt. Das meiste wussten wir schon. Interessant war die Tatsache, dass nur einer von uns Das Haus kaufen sollte, falls wir noch eins später kaufen würden, damit wir den günstigeren Steuersatz erhalten, dann eben für beide Häuser. Das war schon eine sehr hohe Spanne und ein interessantes Thema für uns. Mit all den Informationen sind wir erstmal wieder zurück in unser Apartment, schwimmen gegangen, entspannt und zur nächsten Besichtigung von einem sehr sehr großen Haus gefahren. Das war definitiv nichts für uns und uns war erneut klar, dass wir ein großes Haus nicht mehr wollen. 

Am nächsten Tag waren wir schon ein wenig ernüchterter und sprachen beide noch mal in Ruhe über unsere kleine neue Idee in Arola. Wir wollten es uns noch einmal ansehen. Ich habe von Mareike, unserer sehr liebgewonnenen neuen Eigentümerin von unserem alten Haus in Dömitz (sie ist Architektin) vieles gelernt. Vor allem alles schriftlich zu fixieren. So habe ich ganz in Ruhe eine E-Mail verfasst, von meiner Freundin Giovanna noch mal Korrektur lesen lassen, und dann zum Maklerbüro geschickt. Wir baten auch um erneuten Besichtigungstermin, den wir prompt am Nachmittag umgesetzt haben. Jetzt waren wir nicht mehr so überdreht und haben uns alles noch einmal ganz in Ruhe angeschaut und tausend Fragen gestellt. Leider auch gemerkt, dass doch so einiges gemacht werden müsste, was grundsätzlich kein Thema ist, aber zu dem Preis nicht. Und auch das Nebengebäude wieder nicht gesehen werden konnte, da sie dafür keinen Schlüssel hatte. Also müssen wir es noch mal sehen. Anschließend sind wir noch durch den Ort gelaufen, der wirklich sehr schön ist. Danach sind wir nach Pella an den Orta See gefahren. Es fing schon wieder an aus Kübeln zu regnen. Das hatten wir jetzt schon so oft erlebt. Wir kehrten in einem tollen Eiskaffee ein und haben das Gewitter über den Orta See beobachtet. Nun mussten wir aber flugs nach Hause, da ich um 19.00h noch Online Yoga unterrichten wollte. Nun regnete es in Feriolo aber auch wie verrückt und ich musste Yoga absagen, denn ich kann nur draußen mit meinem Handy Online gehen, in unserer Wohnung ist kein Empfang. So ein Ärger. So sagte ich die Stunde ab. Ich hatte mich so darauf am Lago Maggiore an meinem kleinen Lieblingsstrand in Feriolo den Unterricht zu geben und die tollen Frauen an der wundervollen Umgebung teilzuhaben. Nun gut, es ging nicht.

Heute, Freitag sitze ich in unserem kleinen Café, 2 Minuten von unserer Wohnung entfernt und warte auf den Anruf der Maklerin. Giovanna unsere Freundin war auch schon da und wir haben für Morgen wieder einen neuen Termin für ein anderes Haus. Also wir bleiben aktiv, egal wie es mit dem Haus in Arola enden wird. Ich habe wie immer ein paar Fotos hier mit bei, damit du mitgenießen kannst. Ich schreibe dann das nächste Mal wieder, wenn wir wieder in Dömitz sind. Mal schauen, was bis dahin noch passiert ist.

 

PS: das Wichtigste habe ich vergessen: Wir haben jetzt beide eine Codice Fiscale – bedeutet soviel wie eine Sozialversicherungsnummer in Deutschland. Damit können wir überhaupt erst ein Haus mieten oder kaufen.

Blick in die Berge
Aussicht aus dem Haus in Arola
Blick vom Balkon
Omegna
Eine schöne Stadt am Orta See
Jasmin
So ein wundervoller Duft
Kreativzeit
Wieder ein wenig gezeichnet...
Wartezettel von der ital. Behörde
Codice Fiscale
der schönste Blick-Feriola Ministrand
Crodino
Spritz ist mein Lieblingsgetränk, aber dieser hier heißt Grodino und ist ohne Alkohol
Pella - Regen - Unwetter
Voriger
Nächster